News zum Glücksspielstattsvertrag 2021

Seit Jahren streiten Bundesländer, staatliche Lottogesellschaften und private Glücksspielanbieter darüber, wie das Glücksspiel in Deutschland reguliert oder ob es nicht besser ganz liberalisiert werden sollte. 

Warum braucht es eine neue Glücksspielordnung?

Über Jahrzehnte hinweg war der deutsche Glücksspielmarkt streng geregelt – der Staat hatte ein Monopol auf Lotto und Sportwetten, das Geschäft mit Glücksspielautomaten wie den einarmigen Banditen etwa stand auch privaten Anbietern offen....

Was soll sich nun ändern?

Da der Schwarz- und Graumarkt bei Onlineglücksspielen boomt, wuchs der Druck auf die politisch Verantwortlichen in den Ländern: Die Sorge ob der Umsatzeinbrüche, aber auch ob des schwer kontrollierbaren Markts, in dem Spielerschutz kaum noch möglich ist, ließ sie offenbar ....

Wie groß ist der Onlineglücksspielmarkt?

Der Markt für Onlineglücksspiel wächst seit Jahren extrem: Laut Statista wurden 2017 weltweit Bruttospielerträge von 42 Milliarden Euro erzielt. Aufgrund des florierenden Schwarz- und Graumarkts sind Zahlen für Deutschland schwer zu ermitteln.....

Was ändert sich für Dich als Spieler

  • Februar 2020 - Im Februar soll es Verhandlungskreisen zufolge eine Anhörung von Verbänden geben. Die Ministerpräsidenten sollen dem neuen Staatsvertrag Anfang März grundsätzlich zustimmen.
  • März 2020 - Die Ministerpräsidenten sollen dem neuen Staatsvertrag Anfang März grundsätzlich zustimmen. Er muss dann noch von den einzelnen Landesparlamenten ratifiziert werden
  • Juli 2021 - Kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, tritt der neue Glücksspiel-Staatsvertrag im Juli 2021 in Kraft und löst die bisher gültige Vereinbarung ab.

1000-Euro-Limit

Die 1000 Euro Limit  soll nicht für Gewinne gelten
Für jeden Spieler müssen Anbieter ein Spielkonto einrichten. Veranstalter von Sportwetten, Onlinecasino-Spielen, Onlinepoker und virtuellen Automatenspielen im Internet müssen ein "automatisiertes System" zur Früherkennung von glücksspielsuchtgefährdeten Spielern und von Glücksspielsucht einsetzen.

Sperrdatei für Spieler

 In einer Sperrdatei sollen künftig Zocker mit Selbst - oder Fremdsperre erfasst werden. Dies betrifft etwa Onlinecasinos, Onlinepoker und Sportwetten. Die Sperrdatei wird erfasst bei der zentralen Aufsichtsbehörde. Anbieter müssen alle Spieldaten für die Behörde zu Kontrollzwecken abrufbar halten - diese soll so prüfen, ob Spielverläufe zulasten von Spielern manipuliert oder Regulierungsvorgaben verletzt wurden.

Was will der Staat

Suchtprävention

Lange haben die Länder über eine Neuregelung des deutschen Glücksspielmarkts beraten. Angesichts des riesigen illegalen Angebots im Internet knickt der Staat nun offenbar ein. Die Bundesländer haben sich auf eine weitgehende Reform der deutschen Regeln geeinigt. Bisher verbotene Glücksspiele im Internet wie Onlinepoker oder Onlinecasinos sollen künftig erlaubt werden. Geplant sind aber strenge Regeln zum Spielerschutz.

Mehr Steuereinnahmen

Der milliardenschwere Glücksspielmarkt in Deutschland war in den vergangenen Jahren in eine Schieflage geraten. Der Schwarzmarkt boomt, vor allem staatliche Lotterien verlieren Erträge - und der Staat hohe Steuereinnahmen. Bisher nicht reguliert und damit zum Schwarzmarkt zählen Glücksspielangebote, die nicht über eine deutsche Konzession, wohl aber über eine aus einem anderen EU-Mitgliedstaat verfügen. Nach deutschem Recht sind sie bisher illegal. Ein Großteil dieser Angebote wie Onlinecasinos und Onlinepoker wird allerdings faktisch geduldet.

Der Spiegel schreibt

Länder wollen Onlineglücksspiel erlauben
Der Schwarzmarkt mit Glücksspielen im Internet boomt. Nun wollen die Bundesländer mit neuen Regeln dagegenhalten: Bisher illegale Glücksspiele wie Onlinepoker oder Onlinecasinos sollen künftig erlaubt sein - unter Auflagen.
22.01.2020, 15:16 Uhr

Zeit Online schreibt

Ein Milliarden-Markt soll endlich legal werden
Der Schwarz- und Graumarkt bei Onlineglücksspielen boomt, daher soll die Branche legalisiert werden. Allerdings gibt es strenge Regeln. Ein Überblick
Von Dennis Schmees und Ileana Grabitz
24. Januar 2020, 10:48 Uhr

Games Wirtschaft schreibt

Neuer Glücksspiel-Staatsvertrag: Online-Casinos künftig legal

Online-Casinos sind bislang in Deutschland verboten: Mit einem neuen Glücksspiel-Staatsvertrag sollen Schwarzmarkt, Spielsucht und Steuerausfälle minimiert werden. Online-Casinos wie Wunderino, Hyperino, DrückGlück & Co. dominieren schon jetzt die TV-Werbepausen – künftig könnte der obligatorische Zusatz „Nur für Spieler aus Schleswig-Holstein“ entfallen. 

22. Januar 2020

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Chef Redakteur

Lars Blum

Vieles wird sich in nächster Zeit für alle Teilnehmer am Markt ändern. Testen von Spielen und Casinos ist eine Passion geworden. 

Journalistin

Laura Graf

Schon seit 2013 schreibe ich für führende Zeitschriften zu dem Thema Online Glücksspiel, Glücksspielvertrag und betreibe dafür einen Blog

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